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Kathryn Taylor – Colours of Love – Verloren

Colours of Love von Kathryn Taylor - © Bastei Lübbe

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Ein Besuch in Rom? Für die junge Britin Sophie Conroy ist das immer etwas ganz Besonderes. Doch nie hätte sie auch nur geahnt, was in der Ewigen Stadt diesmal auf sie wartet. Die Begegnung mit dem sündhaft attraktiven Kunstprofessor Matteo Bertani erschüttert ihr ganzes Leben, zeigt ihr neue Dimensionen der Lust. Bald verliert Sophie sich rettungslos in ihren Gefühlen – und ignoriert jede Warnung… Aber als Matteo trotz aller Leidenschaft distanziert, fast abweisend bleibt, ahnt auch Sophie: Sein Herz ist nicht frei… (Kurzbeschreibung laut amazon)

Colours of Love von Kathryn Taylor - © Bastei Lübbe

Colours of Love von Kathryn Taylor – © Bastei Lübbe

Im vergangenen Jahr kam ich wie die sprichwörtliche Jungfrau zu „Colours of Love„. Mehr durch Zufall entdeckte ich die Autorin Kathryn Taylor und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich „Colours of Love – Entfesselt“ eigentlich sofort verschlingen wollte mich aber auf einer Veranstaltung befand, die erst einmal Vorrang hatte.

Glücklicherweise war nach den ersten zwei Bänden nicht Schluss, sondern die Autorin legte im Januar 2014 noch einen dritten und kurz danach einen vierten Band nach. Mich beschäftigte natürlich die Frage, ob sie das Niveau der ersten beiden Bände der Serie halten kann.

Diesmal begegnen sich der italienische Kunstprofessor Matteo Bertani und die junge Britin, Sophie Conroy. Sie ist nach Rom gereist, um dort einen potentiellen neuen Kunden für das Auktionshaus ihres Vaters zu gewinnen. Schon bei ihrer ersten Begegnung ist Sophie hingerissen von Matteos Ausstrahlung und es dauert nicht lange, bis sie seiner Anziehungskraft nicht mehr widerstehen kann. Dass es dabei nur so knistert, kann sich jede(r) denken und ich bin erneut begeistert von dem Talent Taylors Erotik so zu verpacken, dass sie nicht plump oder gar ordinär wirkt, und gleichzeitig Dinge beim Namen zu benennen.

Detailliert schildert sie das Auf und Ab der Emotionen zwischen Matteo und Sophie – welches hauptsächlich daran liegt, dass Matteo sich immer wieder zurückzieht und Sophies Gefühle dabei mehrmals auf die Probe stellt.
Trotz dieser Tatsache fließt die Geschichte spannend weiter und gibt dann an den richtigen Stellen wieder Vollgas!

Einen Punkt möchte ich hierbei ebenfalls nicht außer Acht lassen: Offensichtlich hat Kathryn Taylor ein Faible bzw. eine große Leidenschaft für Kunst. Da die beiden Hauptfiguren sich in einem sehr speziellen Umfeld bewegen, kommt man gar nicht ohne diverse Maler und Werke aus.
Den Maler Enzo gibt es nicht, aber dafür alle anderen erwähnten Künstler und diese Recherche bzw. ihre Kenntnisse geben dem Ganzen noch einen authentischeren Rahmen. Man muss zwar kein Kunstkenner sein, um der Geschichte zu folgen, aber ich finde es spricht immer für den jeweiligen Autor, wenn man das Gefühl hat es ist alles in sich stimmig und da spricht jemand von etwas was ihn begeistert.

Und auch wenn Matteo und Sophie durch Rom flanieren bekommt man die Atmosphäre hautnah mit. Taylor ist eine wunderbare Beobachterin, die mich damit begeistert Orte und ihre Figuren so zu zeichnen, dass ich meine sie bereits seit langer Zeit zu kennen.

Ich habe mich dazu entschlossen, in meiner Bewertung beide Teile zu verknüpfen, weil ich der Meinung (wie auch schon bei den ersten beiden Bänden!) bin, dass man unbedingt den vierten Band schon in Reichweite haben sollte. Es wäre sträflich nicht direkt weiterlesen zu können! Dabei möchte ich trotzdem anmerken, dass man die ersten beiden Bände nicht lesen muss, um Sophies und Matteos Geschichte zu verstehen.

In den ersten beiden Bänden geht es um Grace und Jonathan, die zwar in „Colours of Love – Verloren“ und „Colours of Love – Verführt“  eine klitzekleine Nebenrolle erhalten (die mein Herz hat hüpfen lassen!!), aber völlig unabhängig voneinander agieren.

Für alle, die sich für die richtige Reihenfolge interessieren liste ich sie hier noch einmal auf:
„Colours of Love – Entfesselt“
„Colours of Love – Entblößt“
„Colours of Love – Verloren“
„Colours of Love – Verführt“

Abschließend komme ich zu meiner Frage zurück, ob Kathryn Taylor das Niveau der ersten beiden Bände halten konnte und diese kann ich ohne Einschränkungen mit JA! beantworten. „Colours of Love“ ist und bleibt für mich ein erotisches Lesehighlight, dass so prickelnd ist wie Champagner!
© Ricarda Ohligschläger