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Matthias Sachau – Linksaufsteher

Wahnsinn, Mephisto, Liebe und Humor – Sachau vereint alles zu einem abwechslungsreichen Lesespaß, nicht nur für Montagshasser!

Montage sind ätzend. Das weiß auch Oliver Krachowitzer, von allen nur Krach genannt. Daher träumt er auch regelmäßig schlecht. Sehr schlecht sogar! Zum Beispiel von Zöpfen, Mephisto und 80er-Jahre-Fliesen.

Doch dieser Montag entwickelt sich anders als gedacht, als Krach eine junge Frau anrempelt und sich auf der Stelle verliebt.

Um das hübsche Gesicht mit den wunderbaren Lachgrübchen wiederzusehen verbringt er seine Zeit nun öfter im Coffee & Bytes und hofft sehnsüchtig auf eine erneute Begegnung.
Während er wartet meldet er sich bei Facebook an, lernt neue Leute kennen und versucht vor allem er selbst zu sein.

Ob ihm das gelingt?
Mit Hilfe des siebenjährigen Antons ganz sicher, denn der kleine Knirps bringt Oliver auf richtig, coole Ideen.

Nach „Kaltduscher“ gibt es in „Linksaufsteher“ endlich ein Wiedersehen mit Oliver Krachowitzer, dem es immer noch nicht  leicht fällt eine Hose zu kaufen. Mittlerweile wohnt er alleine und hat ein geregeltes Einkommen. Aber ansonsten geht es immer noch sehr chaotisch bei ihm zu. So ist es kein Wunder, dass wir in Matthias Sachau ´s neuestem Werk ein bisschen von allem kriegen.

Wahnsinn, Mephisto, Liebe und Humor – Sachau vereint alles zu einem abwechslungsreichen Lesespaß, nicht nur für Montagshasser!

Besonders gut haben mir seine Idee mit dem iKoffer und die überzogenen Dialoge der Werbefuzzis gefallen. Nicht zu vergessen, die kleine Lehrstunde in Sachen Facebook und Twitter.

Matthias Sachau hat mit „Linksaufsteher“ erneut bewiesen, dass er trotz böser Montage eine Knallerperformance hinlegen kann.
© Ricarda Ohligschläger