Buchmesse in Frankfurt

Frankfurter Buchmesse 2012 (Tag 3 – 13.10.)

Buchmesse Tag 3

Dieser Morgen begann mit einem dicken Kuss von meinem Mann, den ich ganze zwei Tage nicht gesehen hatte und der mit Annika im Schlepptau nun endlich nachgekommen war. Zu viert fuhren wir dann zur Messe. Ich könnte diesen Satz jetzt so stehen lassen, aber diese Autofahrt war so crazy, dass sie eigentlich verfilmt gehört. 🙂

Es begann damit, dass wir trotz Navigationsgerät irgendwie falsch fuhren. Karin wusste auch nicht wie wir fahren mussten, aber dass wir falsch fuhren hatte sie irgendwie im Gefühl. Von den hinteren Sitzen hörte ich immer nur ein „Nein, nicht da lang!“
An einer Ampel signalisierte Christoph dann einem Taxifahrer, dass er die Scheibe herunterkurbeln sollte. Der Inder tat das auch folgsam und wir fragten nach dem „Römertor“, denn das wäre unser Ziel gewesen. Die Auskunft des Taxifahrers verwirrte uns ein bisschen und Karin hatte wieder dieses „falsch“ im Gefühl.

Kurze Zeit später fuhr ein Polizeiwagen neben uns und mein Mann erinnerte sich so spontan daran, dass die Polizei „Freund und Helfer“ ist, dass uns drei Weibsen die Spucke wegblieb. Christoph hielt den Wagen nämlich kurzerhand an und fragte seelenruhig nach dem Weg. Der Beschreibung der beiden Polizisten nach fuhren wir dann zur Messe, als plötzlich wie aus dem Nichts erneut der indische Taxifahrer neben uns auftauchte und uns zu verstehen gab, dass er vorhin gedacht hat wir wollen zum Römer statt zum Römertor. So hieß nämlich unser Parkhaus. Der Römer jedoch ist das Rathaus der Stadt Frankfurt am Main. (Ich weiß, dass sich das jetzt sicher viel nüchterner liest als es war, aber ich muss schon wieder Tränen lachen!)

Wir vier waren nicht mehr zu halten. Die Situation war zum Brüllen komisch und trotz einer total chaotischen Fahrt durch Frankfurt kamen wir gegen halb zehn auf dem Messegelände an.

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass wir beim Parken so von einer Porschefahrerin abgelenkt waren, dass wir am Abend etwas länger nach unserem Auto suchen mussten, da sich keiner von uns dreien (Annika, Christoph und ich) gemerkt hatte auf welchem Parkdeck wir geparkt hatten. Glücklicherweise war es wieder einmal Karin, die uns per Telefon rettete. Sie ist und bleibt die Orientierungsqueen, denn ohne sie hätten wir uns tausende Male verlaufen und würden heute noch das Auto suchen.

Zurück zur Messe: In Halle 3.0 trafen wir uns mit Sandra und machten uns weiter auf den Weg zur Buchvorstellung von Zoran Drvenkar. Dank Mediathek kann man diese hier anschauen, falls man nicht live dabei sein konnte. Zoran Drvenkar machte uns alle sehr neugierig auf sein Buch „Der letzte Engel“ und obwohl ich nicht so der Fantasyfan bin, werde ich es mir demnächst kaufen. Schaut euch die Sendung an und ich schwöre euch, dass ihr ebenso Lust auf das Buch bekommen werdet. Außerdem könnt ihr euch dann von der sympathischen Art des Autors selbst überzeugen.

Christoph und ich besuchten im Anschluss Sandra Henke bei ihrer Signierstunde. Erst als wir direkt vor ihr standen bemerkte sie uns und somit war die Überraschung gelungen. Ich ließ mir von ihr „Opfer der Lust“ signieren und wir verabredeten uns anschließend auf einen Kaffee.
Sandra war total glücklich über ihre erfolgreiche Signierstunde und strahlte mehr denn je. Und im nächsten Jahr werden dann hoffentlich meine Autorenfotos von ihr bei „Mira“ zu sehen sein. 🙂

Ursprünglich wollte ich an diesem Samstag auch zum „Lovelybooks“ – Treffen gehen, aber ich musste zwischendurch einfach raus aus der Masse. Das Gedrängel am Samstag machte mir kurze Zeit sehr zu schaffen. Und da ich erst im Sommer umgekippt bin…

Ich bin dann in die Halle des Gastlandes Neuseeland, in der ich mir mit meinem Mann eine kleine Präsentation ansah. Anschließend hatte ich noch eine spontane Verabredung mit Barbara Lechner. Zusammen sahen wir den Tänzern draußen auf der Bühne zu und hatten dabei sehr viel Spaß! Ich betone an dieser Stelle ausdrücklich, dass ich wegen der Bücher zur Messe fahre…

Die Zeit verrann am Samstag wie im Flug. Beim Mittagessen sah ich eine Frau und dachte immer nur: „Die kennst du!“, wusste aber nicht genau den Namen. Am nächsten Morgen im Bus saß sie neben mir und es stellte sich heraus, dass es C.M.Singer war. Dazu im nächsten Bericht mehr…
Irgendwann mussten wir uns von Sandra und Karin verabschieden. Als kleines Trostpflaster trafen wir dann zu dritt auf Martina André und Beatrix Mannel, und wieder einmal gab es einen gemeinsamen Kaffee. Beide sind Mitglied bei DeLiA und im nächsten Jahr schon werde ich sie auf dem dortigen Treffen wiedersehen.
An dieser Stelle möchte ich euch Martinas Buch „Die Teufelshure“ ans Herz legen. Es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und ein vielfältiges Leseabenteuer mit einer ganz besonders aufregenden Hauptfigur!

Der Messetag endete dann mit der bereits oben erwähnten Autosuche und dann ging es ins Hotel. Von dort aus ging es nach einer kurzen Pause in ein Restaurant, was mir Sandra Henke empfohlen hatte, denn wie es der Zufall wollte war sie in der Nacht zuvor im selben Hotel untergebracht.

Bei „Da Michele“ gab es dann endlich auch ein Eis für mich, denn ich hatte schon seit Tagen Appetit darauf, weil man auf der Messe ständig an den „Möwenpick“ – Ständen vorbei läuft. Und dieses Eis war kein Eis, sondern eine Offenbarung. Gott, war das lecker! Wenn ihr also in Frankfurt seid geht in dieses Restaurant. Auch die Tortellini (irgendwas mit Überraschung vom Chef; da müsst ihr mal auf der Karte schauen – die müsst ihr essen) sind sehr zu empfehlen und der Wein, und nicht zu vergessen das Ambiente!

Nach dem Restaurantbesuch machten wir einen Minispaziergang zurück zum Hotel und besuchten auf einen letzten Schluck die Hotelbar.
Der dritte Tag bescherte mir aber trotz meiner zwei Gläser Wein keine ruhige Nacht, denn so langsam quälten mich meine Waden und ich hätte in dieser Nacht sehr viel für ein heißes Bad gegeben um die Schmerzen wenigstens ein bisschen zu lindern. Ansonsten war ich eigentlich fit, aber DAS war nicht so schön. Nach nur vier Stunden Schlaf war die Nacht vorbei und ein letzter Messetag stand bevor, der mit einem gemütlichen Frühstück begann.
(Tipp- und Kommafehler sind beabsichtigt und ein Zeichen meiner außerordentlichen Kreativität!)

Die Fotos der Autorentreffen könnt ihr auf meiner Herzgedanke – Fanseite sehen.
© Ricarda Ohligschläger